Keine Angst vor dem Zähneputzen

Wir alle kennen es, sobald die ersten Zähne spriessen, werden die Nächte kurz, die Augenringe größer und größer. Aber wann und vor allen Dingen womit sollten die Kinderzähne denn gepflegt werden?

Ich habe in Rücksprache zu dem Thema einmal von Zahnarzt Dr. med. dent. Goldin in Berlin-Steglitz einige wichtige (grobe) „Altersgrenzen“ in Erfahrung bringen können, ab wann und wie Kinder an das Thema Zähneputzen herangeführt werden.

0-12 Monate: Fluoridtabletten können eingenommen werden, damit die Entwicklung der Milchzähne bereits vor dem Durchbrechen unterstützt wird. Die Zahnpflege an sich beginnt hingegen mit dem Durchbruch des 1. Zahnes.
Ist der erste kleine „Racker“ da, sollte man zur täglichen Reinigung eine erbsengroße Menge von Kinder-Zahncreme zur Stärkung des Zahnschmelzes und eine spezielle Kinderzahnbürste nutzen. Es gibt auch so herrliche „Überzieher“ für die Finger, mit kleinen Noppen. Nein, ich rede nicht über Kondome. Gerade am Anfang ist es schwierig, so eine Bürste in den Mund des Kindes zu bekommen.

1-3 Jahre: Ab dem ersten Jahr sollte man Zähne und Zahnfleisch regelmäßig morgens und auch abends putzen.
Ich sehe gerade bei meinem Bruder und seinem kleinen Sohn (1 Jahr), dass es oft ein tränenreicher Kampf ist. Seitdem sie aber den Kleinen unter Aufsicht selbst die Zahnbürste halten lassen, ist es einfacher geworden. Natürlich muss man als Elternteil immer nachputzen, denn die Kinder saugen eher die Zahnpasta ab, als dass sie putzen.

Sie haben ein wunderschönes Ritual daraus gemacht, sie putzen morgens alle drei zusammen ihre Zähne. So wird es Normalität für den Kleinen.
Im Alter von 2 Jahren sollte man das Kind bei einem guten Zahnarzt vorstellen und 2x im Jahr mit ihm/ ihr zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Ganz wichtig: Die eigene Angst und das Unwohlsein nicht auf das Kind übertragen!

Ist schwer, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, aber meine Tochter geht ohne Angst zum Zahnarzt. Ich hingegen bin eine „Angstpatientin“.

3-6 Jahre: Wichtig ist ein regelmäßiges, systematisches Zähneputzen mit Kinderzahncreme. Ob fluorhaltig oder nicht, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Ich stand immer daneben, denn auch in diesem Alter ist das Nachputzen wichtig. Erst wenn die Kinder flüssig schreiben können, sind sie motorisch in der Lage, alleine richtig und gründlich zu putzen. Bei der Wahl der Zahnbürste haben wir eine spezielle Kinderzahnbürste mit einem handlichen Griff benutzt. Sie sollte einen kleinen Bürstenkopf und weiche Borsten haben.

ab 6 Jahre: Mit dem Schulalter sind die meisten Kinder durchaus in der Lage, selbst und gründlich ihre Zähne zu putzen. Nützliche Tipps haben wir auch immer von unserem Zahnarzt bekommen, wenn es anschaulich an einem Krokodil gezeigt worden ist. Danach durfte das Kind das Erlernte dann selbst noch einmal zeigen. Das hat Spaß gemacht und das Zähneputzen wurde zu einem „Kinderspiel“.
Eine Zahnbürste mit Interdental- Borsten und eine spezielle Mundspülung helfen, das sog. „Lückengebiss“ gründlich zu reinigen.

Was auch in Zeiten von elektrischen Zahnbürsten super angekommen ist, sind Bürsten mit Musik. Bei uns hat der Justin Bieber ein Lied geträllert. Gut, irgendwann konnte man es nicht mehr hören, aber die Zähne waren super geputzt. Dafür nimmt man das gerne in Kauf.

Hier weitere Artikel zur Zahnpflege / Zahnprohylaxe

zur Webseite von Dr. Goldin aus Berlin-Steglitz

 

 

 

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Ich heiße Sandra, bin 43, Sternzeichen Waage. Ausgeglichen bin ich, aber auch manchmal wie ein Fähnchen im Wind, schmeiße gerne Pläne innerhalb kürzester Zeit um, sehr zum Ärger meiner Familie, die sehr strukturiert ist.

2 Comments

  • Hey,

    was für ein süßes Bild und ein toller Artikel.
    Wenn ich da an meine Kindheit denke hatte ich es Probleme mit dem regelmäßigen Zähne putzen. War wohl einfach zu bockig, aber ein guter Zahnarzt hat mich doch dazu gebracht 😉
    Man muss nur einen finden, wo das Kind auch Vertrauen aufbaut

    • Vielen Dank liebe Larissa,

      schön, dass Dich der Artikel interessiert und du dich an deine Kindheit erinnerst. Meine Tochter geht zum Glück von Anfang an gerne zum Zahnarzt und hat gute Zähne. Herzliche Grüße,

      Sandra

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