Happy 2017

Das Jahr ist schon wieder einige Tage alt. Geht es euch auch so? Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit.

Weihnachten habe ich zusammen mit Emily bei meinen Eltern verbracht. Vorher durfte ich aber noch einen Umweg über San Francisco nehmen. Ich habe aber keine Blumen im Haar getragen, wie es ein Song von Scott McKenzie sagt, sondern, passend zu Weihnachten hat Rudolph mir sein Geweih geborgt. Und so haben meine Kollegin Lotti und ich unsere Gäste verabschiedet, wurden gefeiert, mit Handschlag und Dankesworten.

„Toll“, dachte ich, dann würde das ja auch mit Emily klappen. Mein Plan war, dass wir mit diesem „Aufsatz“ bei meinen Eltern aufschlagen. Während der Fahrt ging das leider nicht, weil dieses „Geweih“ einfach zu hoch war für mein Auto. Und natürlich rebellierte mein Kind. Ich sei peinlich, sagte sie mir. Während wir auf der Fahrt zu meinen Eltern einen Song nach dem anderen im Auto trällerten (da habe ich nämlich ihren Geschmack), sagte sie mir immer wieder, dass sie die Dinger nicht aufsetzen würde.

Mir zum Gefallen tat sie es dann, okay, ganze 2m, bevor sie die Dinger wieder von ihrem Kopf riss.

Ich zog das gnadenlos durch, sehr zur Freude meiner Eltern, die sich vor Lachen kaum noch einkriegen konnten.

Meine Mission war also geglückt und mein Fazit war: Ich darf so etwas nur ohne meine Tochter machen.

Unser Weihnachten war einfach nur schön, gemütlich, kalorienhaltig, bzw. schlichen sich wieder kleine Monster in meinen Kleiderschrank, die meine Sachen enger nähten.

Das Fest mit seinen Liebsten zu verbringen, ist einfach das Schönste. Geschenke sind unwichtig für die Erwachsenen, auch wenn wir uns natürlich noch immer gegenseitig beschenken.

Wichtig sind die Kinderaugen, die sich über ihre Geschenke freuen, selbst wenn unsere Kids Vieles nicht mehr zu schätzen wissen. Auch wenn meine Mutter dann immer sagt: „Früher“, „Ihr wart da anders“, „Bei uns gab es so etwas nicht“. Wer kennt diese Sätze nicht? Liebt ihr sie genauso, diese Weisheiten der Mütter? Es sorgt bei uns schon des öfteren für brenzliche Luft, weil man eben nicht früher mit heute vergleichen kann.

Ich bin ein Kind der DDR. Wir haben an Heiligabend die Westpakete geöffnet, besser gesagt, mein Vater. Das ging aber nicht mit einer Schere und nach dem Motto: „Wir reißen das Paket auf“, so wie heute, sondern wir „entknebeln“ alles. Stundenlang wurde die Paketschnüre geöffnet, das Papier sorgfältig behandelt. Das konnte man alles noch verwenden, und das Papier wurde dann in Form gebügelt. Große Kinderaugen  bei Konserven (Pfirsiche, Ananas),Kaffee und der duftenden „Westseife“. Gerne erinnere ich mich an diese Zeit. Es war nicht alles schlecht in der DDR.

Heute gleicht das Auspacken einem Massaker, indem sich unsere Katzen wohlfühlen und toben.

Aber eine Sache ist legendär: der leckere Kartoffelsalat, den es an Heiligabend gibt. „Mama“, ach nein, ich sage ja Mutti. „Mutti, du machst einfach den leckersten Kartoffelsalat auf dieser Welt“. Ich freue mich das ganze Jahr darauf und esse ihn wirklich nur am 24.12.

Was für mich wichtig ist, ist die Zeit mit meinen Eltern zu verbringen. Ich bin froh, dass sie da sind und dankbar.

Gerade Weihnachten denkt man über solche Sachen nach, wie wertvoll und wichtig die Familie ist. Gerade in meinem Job und als alleinerziehende Mama ist es extrem wichtig, dass man gute Freunde und eine Familie hat, auf die man zählen kann. Das soll jetzt keine filmreife Dankesrede werden, wenn man aber sieht, wie viele wunderbare Menschen 2016 von uns gegangen sind, dann weiß man, was neben der Familie wichtig und mit keinem Geld zu bezahlen ist: Gesundheit.

Ich wünsche euch allen ein wundervolles Jahr 2017, voller Glück, Liebe, Zufriedenheit und Gesundheit!

Mögen alle eure Wünsche, Träume, Ziele in Erfüllung gehen!

Danke an alle meine liebsten, engsten Freunde, die an mich glauben und immer da sind.

Eure Sandra

 

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Ich heiße Sandra, bin 43, Sternzeichen Waage. Ausgeglichen bin ich, aber auch manchmal wie ein Fähnchen im Wind, schmeiße gerne Pläne innerhalb kürzester Zeit um, sehr zum Ärger meiner Familie, die sehr strukturiert ist.

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