Die Kinder der 90 iger

Guten Morgen Ihr lieben Leserinnen und Leser,

am Wochenende waren meine Freundin und ich zusammen mit drei Teenagern bei Luke Mockridge. Luke, Comedian, Kind der 90iger, der mal so eben eine Halle mit 10000 Leuten füllte.

Natürlich waren meine Freundin und ich eher das ältere Kaliber, obwohl wir uns noch immer wie 29+ fühlen und auch durchaus so aussehen. Was soll ich sagen? Unterhaltung pur und das Ganze drei Stunden, auch wenn das Eine oder Andere vielleicht nicht ganz jugendfrei war und meine Tochter nicht alles verstanden hat. Egal, Luke hat die Bühne gerockt und die Halle unterhalten. Ohne Schnickschnack, sehr spontan. Einfach Luke!

Wäre ich jünger, er wäre ja wohl genau mein Typ, ein junger Mann, den die Schwiegermütter lieben. Okay bei der Hose hätte meine Oma wohl gesagt: „Der Junge muss die Hose mal hochziehen, sonst verkühlt er sich doch.“

„Oma, das trägt man so“, würde ich ihr heute sagen.

Natürlich gab es Momente, wo ich einen kleinen Ellenbogen in der Seite hatte, weil ich über einen schlüpfrigen Witz gelacht oder zu extrem geklatscht habe. Dann habe ich mal meine base gechilled, mit anderen Worten: Ich hatte Puls und war kurz vor dem Explodieren. Die kleinen süßen Racker schaffen es ja immer wieder, von 0 auf 100, in weniger als zehn Sekunden.

Die Message, die Luke perfekt herüber gebracht hat: Egal, wie alt wir sind, wir müssen uns das Kind in uns bewahren.

Ich bin 44 und fühle mich alles andere als alt. Ich würde auch heute noch über den Zaun klettern und nachts im Freibad baden gehen. Bitte liebe Kinder, nicht nachmachen!  Die Musik im Auto drehe ich so laut auf, dass die Scheiben vibrieren und dann singe ich mit. Im Sitzen tanzen, während der Autofahrt. Mir doch egal, was andere Leute neben mir an der Ampel denken. Ich habe Spaß im Leben.

Pusteblumen sind grandios, Blütenkränze basteln und sie tragen. Drachensteigen lassen und mich wie verrückt freuen, wenn es endlich klappt und er oben bleibt. Ich liebe es, Märchen zu schauen, auch wenn meine Tochter nicht da ist. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, ich kann schon mitsprechen.

Stadt- Land- Fluss spielen, es macht auch heute noch wahnsinnig viel Spaß, und genauso ärgere ich mich wahnsinnig bei „Mensch ärgere dich nicht“. Als ich „Monopoly“ mit meinem damaligen Mann und meinem Bruder gespielt habe, war ich so wütend, dass ich mich hinter dem Bett meiner Eltern versteckt habe. Und das mit Ende 30! Damit ziehen sie mich heute noch auf.  Meine Mama ärgert sich übrigens bei „Uno“, so schlimm, dass sie auch gerne mal die Karten durch die Luft schmeißt. Das Kind in uns ist immer da, und das ist auch gut so.

Lasst die Leute reden!

Das Leben ist doch viel zu kurz, um über jede Handlung nachzudenken. Macht es einfach, genießt es in vollen Zügen!

Neulich sagte mir ein Freund: “ Wir werden alt.“ Echt? Werden wir wohl alle, aber wenn man in so einem #Ichbemitleidemichselbstmodus ist, geht es schneller.

 

In diesem Sinne werde ich das Kind in mir aktivieren und eine spaßige Woche haben.

Danke Luke!

 

Eure Sandra

 

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Ich heiße Sandra, bin 43, Sternzeichen Waage. Ausgeglichen bin ich, aber auch manchmal wie ein Fähnchen im Wind, schmeiße gerne Pläne innerhalb kürzester Zeit um, sehr zum Ärger meiner Familie, die sehr strukturiert ist.

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